In einem FinTech zu arbeiten ist kein Zuckerschlecken, aber eine super Erfahrung auf der Überholspur für Top-Talente

- Ein Kommentar von René Pomassl, Gründer und CEO bei SALAMANTEX

Arbeiten in einem Start-up; da denkt man direkt an Freunde, die in einem entspannten Umfeld mit Tischfußball-Tischen und Hängematten zusammenarbeiten. Die Medien haben dieses teils überzogene Bild mit Filmen wie ‚Prakti.com‘ geprägt, in dem sich Owen Wilson als Noogler über die kostenlosen Snacks freut, von Besprechung zu Besprechung auf dem Firmen-Elektroscooter düst, und sich über die power-napping Kollegen in Schlafpods wundert. Der Film zeigt allerdings auch einige nicht so schöne Eigenschaften aus dem Arbeitsleben in einem Tech-Unternehmen. Die Mitarbeiter sind alle extrem ambitioniert und stehen unter großem Druck mit der nächsten innovativen Idee zum Erfolg und dem Überleben der Firma beizutragen. Offene Stellen sind Mangelware und so kämpfen selbst Top-Talente hart um die begehrten Einstiegspositionen. In der Start-up-Welt kommt Seniorität nicht mit dem Alter, wie wir in ‘Man lernt nie aus’ sehen können, in dem Robert de Niro sich als älterer Mitarbeiter daran gewöhnen muss, eine halb so alte und erfahrene Chefin zu haben, gespielt von Anne Hathaway.

Schauen wir uns dieses Hollywood-inspirierte Bild einmal genauer an, um zu analysieren welche Eigenschaften die Tech-Welt tatsächlich ausmachen. Uns fällt direkt auf, dass alle Hauptmerkmale der Branche sowohl als Vor- als auch als Nachteile interpretiert werden können, je nach der Einstellung des Betrachters:

  • Innovationskultur: Innovatives Denken ist komplett in die Firmenphilosophie eingebettet.
    + Ein Traum für Kreativköpfe — unkonventionelles Denken und kreative Ideen sind immer gefragt.
    - So manch eine(r) leidet unter dem Druck immer neue Ideen finden zu müssen und nicht einfach in einer gemütlichen Routine arbeiten zu können.

Diese definierenden Merkmale der Branche teilen Jobsucher in zwei Gruppen auf; für die Hälfte klingt es nach einer spitzen Arbeitsgelegenheit, die andere Hälfte ist abgeschreckt. In den letzten Jahren haben die Covid-Pandemie sowie politische und wirtschaftliche Unruhen vor allem in den jüngeren Generationen vermehrt zu Angststörungen geführt. Durch diesen Anstieg an Ungewissheit, haben sich die Prioritäten bei der Jobwahl verändert. Selbst die Zielgruppe, die Flexibilität und schnelle Karriereentwicklung wollte, fürchtet sich nun verstärkt vor der Arbeitsplatzunsicherheit. Eine Studie von Monster zeigte, dass Jobsuchern in den USA die Jobsicherheit wichtiger als eine Gehaltssteigerung war. Vor die Wahl gestellt wählten 40% Arbeitsplatzsicherheit, wohingegen sich nur 15% für das höhere Gehalt entschieden[1].

Viele Menschen verbinden einen Job bei einem Start-up automatisch mit niedriger Jobsicherheit. Ist eine Stelle in einem Start-up tatsächlich unsicherer als in einem großen Konzern? “Nach den kürzlichen Massenentlassungen in Wall Street Banken, liegt die Antwort nicht mehr direkt auf der Hand […] Allein2015, wurden mehr als 20 000 Posten bei den großen Banken an der Wall Street gestrichen.“[2] Dennoch ist es richtig, dass Start-ups von Haus aus eine höhere Gefahr bergen von heute auf morgen dicht machen zu müssen. Wie eine Analyse von GB Insights herausgefunden hat, sind die Hauptgründe für das Scheitern von Start-ups: ‘kein Marktbedarf’ mit 42%, ‘Geld ausgegangen’ mit 29% und ‘nicht das richtige Team’ mit 23%.[2]

Nachdem wir nun festgestellt haben, dass die Start-up-Umgebung für manche ideal ist, während andere zurecht abgeschreckt werden, schauen wir uns nun speziell die FinTech-Branche an. “FinTech hat sich als hocheinflussreich für den Finanzsektor gezeigt”[3]. In dieser wachsenden Branche scheinen Jobgelegenheiten schier endlos. Vor allem Berufseinsteiger mit großer Wissbegierigkeit und einem Wunsch nach Flexibilität sollten hier ihre Traumstelle finden. Schon bald werden Millenials and Gen Z den Arbeitsmarkt dominieren[4]. Jüngere Generationen werden häufig beschuldigt, von einem Job zum nächsten zu springen. Ein Start-up sollte also die ideale Umgebung sein, um verschiedene Stellen ausprobieren und sich entfalten zu können. René Pomassl, CEO bei SALAMANTEX, sagt hierzu: “In einem Start-up brauchen wir talentierte Macher, die Leidenschaft mitbringen und sich nicht davor fürchten, neue Aufgaben anzugehen. Wir arbeiten alle Hand in Hand und jeder tut sein Bestes um etwas revolutionär Neues auf den Markt zu bringen. Umso diverser das Team, desto besser und kreativer das Endprodukt — bei uns feiern wir unterschiedliche Geschlechter, Nationalitäten und Alterssegmente.”

[1] Definition Of Job Security | Monster.com

[2] Who has more job security: a banker or a startup employee? | by Lindsay Boyajian | ThinkGrowth.org

[3] Why Work in FinTech? | Why Pursue a Career in FinTech? | CPQi

[4] What Gen Z wants from their employers | Fortune

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